Methode

Strukturelle Integration - eine Methode der Komplementärtherapie

Strukturelle Integration betrachtet den Körper als zusammenhängendes Ganzes – von Struktur und Bewegung bis hin zur Wahrnehmung. Im Mittelpunkt steht das Fasziensystem, ein Netzwerk aus Bindegewebe, das den ganzen Körper verbindet.

Durch manuelle Faszienarbeit sowie Wahrnehmungs- und Bewegungsschulung können sich Spannungen lösen, Bewegungen freier werden und neue Möglichkeiten im Umgang mit dem eigenen Körper entstehen.

Ziel ist eine stimmigere Organisation des Körpers in der Schwerkraft – damit Bewegung müheloser werden kann und du dich in deinem Körper besser unterstützt fühlst.

Nahaufnahme einer Frau im Wald von hinten, mit Blick auf die Haut im Schulter-Nackenbereich und ihr langes Haar, das nach vorne genommen wurde. Ein Farn ragt mittig in die Höhe und liegt entlang der Wirbelsäule.

Was sich verändern kann

Du möchtest dich freier bewegen, deinen Körper bewusster wahrnehmen oder einen anderen Umgang mit Spannungen und Beschwerden finden?

  • Mühelose Bewegung: Bewege dich geschmeidiger und mit weniger unnötiger Anstrengung.

  • Umgang mit Beschwerden: Unterstütze deinen Körper bei Verspannungen, Schmerzen und körperlichen Belastungen.

  • Aufrichtung: Entwickle eine stimmigere Aufrichtung im Zusammenspiel mit der Schwerkraft.

  • Körperwahrnehmung: Nimm Zusammenhänge in deinem Körper bewusster wahr.

  • Wohlbefinden: Erfahre, wie sich Veränderungen im Körper auch auf dein Erleben im Alltag auswirken können.

Faszien

Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die den gesamten Körper durchziehen. Sie umhüllen und verbinden Muskeln, Organe und andere Gewebe zu einem dreidimensionalen Netzwerk. Durch ihre vielen Nervenendigungen spielen sie eine wichtige Rolle für Wahrnehmung, Bewegung und die Organisation des Körpers.

Gewohnheiten in Haltung und Bewegung, körperliche Belastungen, Verletzungen oder andere Einflüsse können die Spannungsverhältnisse und Bewegungsmuster dieses Systems verändern. Dadurch kann sich Bewegung anstrengender anfühlen oder Beschwerden können entstehen.

In der Strukturellen Integration betrachten wir diese Zusammenhänge im gesamten Körper. Durch gezielte Faszienarbeit, Wahrnehmung und Bewegungsschulung schaffen wir neue Möglichkeiten, damit sich der Körper stimmiger organisieren und die Schwerkraft besser nutzen kann.

Zwei schwarz-weisse Strichmännchen: Das linke neigt sich nach hinten und zeigt eine ungünstige Körperhaltung und einen etwas unglücklichen Gesichtsausdruck. Das Strichmännchen rechts davon schaut gerade nach vorne, steht aufrecht und fest auf beiden Füssen, lächelt und scheint zufrieden.
Holz-Gliederpuppe, wie sie zum Zeichnen verwendet wird, in dynamischer Bewegung, von den Knien aufwärts sichtbar vor einem gräulichen Hintergrund.

Drei Schlüsselaspekte

Drei miteinander verbundene Arbeitsweisen bilden die Grundlage der Strukturellen Integration:

  • Strukturelle Arbeit: Mit manuellen Techniken arbeiten wir am Fasziengewebe des Körpers. Dadurch kann sich das Zusammenspiel der verschiedenen Körperbereiche verbessern und eine natürlichere Aufrichtung entwickeln.

  • Funktionelle Arbeit: Durch Bewegungsschulung werden gewohnte Bewegungs- und Haltungsmuster bewusster. So können neue, oft mühelosere Möglichkeiten des Bewegens im Alltag entstehen.

  • Psychobiologische Arbeit: Über die Wahrnehmung des eigenen Körpers werden Zusammenhänge zwischen Körper, Gefühlen, Gedanken und Erleben erfahrbar.  Dies kann neue Perspektiven und Entwicklungsschritte ermöglichen.

Dauer und Ablauf

  • Die klassische Serie umfasst 10 Sitzungen à 70–80 Minuten und ermöglicht eine schrittweise Arbeit an Struktur, Bewegung und Körperwahrnehmung. Die erste Sitzung dauert etwa 90–120 Minuten. Neben dem Kennenlernen und der Besprechung deines Anliegens verschaffen wir uns gemeinsam ein Bild deiner aktuellen Situation. Die Termine finden im Abstand von einer bis mehreren Wochen statt. Ein Einstieg ist auch ohne Verpflichtung für die ganze Serie möglich.
  • In jeder Sitzung arbeiten wir in bequemer Unterwäsche manuell am Körper. Nach einem kurzen Austausch findet der Hauptteil der Behandlung auf der Liege statt. Bewegungsschulung, Wahrnehmungsübungen und Gespräche begleiten den Prozess und unterstützen die Umsetzung im Alltag.
  • Die Sitzungen bauen aufeinander auf. Zu Beginn stehen Atmung, Aufrichtung und die oberflächlichen Faszienschichten im Vordergrund. Anschliessend arbeiten wir mit tieferliegenden Strukturen sowie individuellen Bewegungs- und Haltungsmustern. Am Ende werden die Veränderungen integriert und im Alltag verankert.
  • Die Wirkung entwickelt sich oft über die Behandlung hinaus weiter. Neue Erfahrungen in Wahrnehmung, Haltung und Bewegung können den Körper dabei unterstützen, eigene Wege zu mehr Balance und Wohlbefinden zu finden.

  • Strukturelle Integration versteht sich als eine Methode der Komplementärtherapie. Sie ersetzt keine schulmedizinische Behandlung, sondern kann diese sinnvoll ergänzen – unabhängig davon, ob sie davor, begleitend oder danach angewendet wird.

Eine Reihe von kleinen und grösseren Steinmännchen auf einem grossen Schwemmholz, vor unscharfem Hintergrund.

Weiterführende Informationen:

Erfahre mehr über Strukturelle Integration/Rolfing® nach Ida P. Rolf und Faszien auf www.strukturelle-integration.ch.

Informiere dich über die Komplementärtherapie auf www.komplementär-therapie.ch.

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